Die ökumenisch verantwortete Kampagne „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“

möchte dazu anregen, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen.

Auch und gerade im Blick auf die Feste wird die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich.

Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ soll der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer vielfältigen

Ausprägung gelenkt werden. Die Kampagne ist ein Beitrag zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

 

Wir sind uns bewusst: Die Betonung der Nähe ist nur unter Wahrung der Würde der Differenz möglich.

Deshalb halten wir es für unverzichtbar, die Bezugnahmen auf das Judentum in christlichen Kontexten

auch kritisch zu hinterfragen, Vereinnahmungstendenzen zu erkennen und zu vermeiden.

 

Aktuell finden wir uns dabei in einer gesellschaftlichen Situation wieder, die durch ein Erstarken von

Antisemitismus und weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägt ist. Übergriffe

gegen jüdische Bürger*innen, Hetze und Verschwörungsmythen in den Sozialen Medien nehmen weiterhin zu.

 

In einer respektvollen Bezugnahme auf das Judentum, die zur positiven Auseinandersetzung mit der

Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland anregt, will die Kampagne auch einen Beitrag zur

Bekämpfung des Antisemitismus leisten.

 

 

 

Es freut uns zu hören, dass die Kampagne die Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Christen,

aber auch die Unterschiede in den Blick rücken will. Eine derart niedrigschwellige Kampagne

kann sicherlich dazu beitragen, die Sensibilität in der Gesellschaft für Antisemitismus und das

Wissen darüber sowie über das christlich-jüdische Verhältnis zu vergrößern.

Wir hoffen, dass die Kampagne weite Verbreitung findet“.

 

– Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland

 

 


 

Freude am Wort Gottes: B´reschit beziehungsweise Im Anfang

Im Anfang war das Wort. Jeden Sonntag wird aus der Bibel gelesen. Jeden Schabbat auch.

Im Judentum und im Christentum gibt es verschiedene Traditionen der Auslegung.

Sie erstaunen, sind manchmal widersprüchlich und ergeben einen Vielklang. Ein gemeinsamer Schatz!

 

https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/